Loewe gegen den Branchentrend weiter profitabel - positives EBIT in Höhe von 4,6 Mio. Euro
1. – 3. Quartal 2009:
3. Quartal 2009:
Kronach, 04. November 2009 – Die mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 27. Oktober 2009 veröffentlichten vorläufigen Eckdaten für die ersten drei Quartale 2009 haben sich bestätigt. In den ersten neun Monaten 2009 ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr von 259,0 Mio. Euro um 15 % auf 220,4 Mio. Euro gesunken. Trotz des im Vorjahresvergleich niedrigeren Umsatz- und Produktionsvolumens sowie fortgesetzter Aufwendungen zur Premiumpositionierung der Marke Loewe konnte das Unternehmen im Berichtszeitraum mit 4,6 Mio. Euro ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erwirtschaften, nach 20,5 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. „Loewe schreibt auch in den ersten neun Monaten 2009 schwarze Zahlen und ist gegen den allgemeinen Branchentrend profitabel. Dennoch haben die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Teilen Europas die Geschäftsentwicklung von Loewe erheblich belastet. Dies gilt besonders für unseren wichtigen Markt Spanien,“ betonte der Vorstandsvorsitzende der Loewe AG, Frieder C. Löhrer.
Im dritten Quartal 2009 lag der Umsatz des Loewe Konzerns mit 76,6 Mio. Euro lediglich um 3 % unter dem Wert des Vorjahres von 79,3 Mio. Euro. Dabei war die Geschäftsentwicklung in den verschiedenen Märkten uneinheitlich. Während in Deutschland der Umsatz im dritten Quartal 2009 um 7 % auf 50,4 Mio. Euro gesteigert werden konnte, verzeichnete der Export mit Umsätzen in Höhe von 26,2 Mio. einen Rückgang um 18 %. In den ersten neun Monaten 2009 ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr somit von 259,0 Mio. Euro um 15 % auf 220,4 Mio. Euro gesunken. Der Umsatzanteil der großformatigen TV-Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 37 Zoll und größer am TV-Gesamtumsatz lag mit 58 % in den ersten neun Monaten 2009 um zwei Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Für das vierte Quartal 2009 rechnet das Unternehmen mit einem deutlichen Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr.
Trotz des deutlich niedrigeren Umsatz- und Produktionsvolumens konnte Loewe in den ersten drei Quartalen 2009 eine Bruttoergebnismarge von 28,4 % erreichen. Sie liegt damit nur 1,7 Prozentpunkte unter dem sehr hohen Vorjahreswert von 30,1 %. Im dritten Quartal 2009 erzielte Loewe eine Bruttoergebnismarge in Höhe von 29,6 %, nach 32,3 % im Vorjahreszeitraum. „Auch im dritten Quartal 2009 haben wir aufgrund der starken Bruttomarge bewusst unsere gezielten Maßnahmen zum Ausbau der Premiumpositionierung der Marke Loewe fortgesetzt. Das wirkt sich erst einmal dämpfend auf das EBIT aus, unterstützt aber den nachhaltigen und langfristigen Erfolg von Loewe“, erläuterte Oliver Seidl, Finanzvorstand der Loewe AG.
Im dritten Quartal 2009 ging das EBIT auf 3,2 Mio. Euro zurück, nach 6,3 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten 2009 beträgt damit das EBIT 4,6 Mio. Euro, nach 20,5 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einer EBIT-Marge von 2,1 %. Wesentliche Ursache für den positiven Ergebnisbeitrag ist die im Vergleich zum Wettbewerb konsequent preisstabilere Vermarktung der attraktiven und individuellen Loewe Home Entertainment Systeme. Das Ergebnis wurde zudem durch den um zwei Prozentpunkte höheren Anteil großformatiger TV-Geräte, günstigere Beschaffungskosten und das relativ starke Inlandsgeschäft unterstützt. „Im dritten Quartal konnten wir die EBIT-Marge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 von 1,0 % auf 4,2 % deutlich steigern. Für das vierte Quartal 2009 rechnen wir auf Basis des Umsatzanstiegs fest mit einer EBIT-Marge von knapp 6 %. Damit erreichen wir in den letzten drei Monaten des Jahres 2009 wieder nahezu unser strategisches Margenniveau von 6 bis 7 %,“ so Seidl weiter.
Gerade vor dem Hintergrund der Konsolidierung des Marktes für Unterhaltungselektronik ist es für Loewe von zentraler Bedeutung, den Premiumcharakter der Marke weiter konsequent zu schärfen. So wurde der qualitative Ausbau der Loewe Distribution im dritten Quartal 2009 weiter zügig vorangetrieben. Insgesamt konnten europaweit 17 neue Galerien aufgebaut und eröffnet werden. Darunter befinden sich beispielsweise die beiden Loewe Galerien in Kensington, Großbritannien, und Charlottenlund, Dänemark. Für das vierte Quartal 2009 sind weitere internationale Galerien in Vorbereitung.
Insbesondere die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Teilen Europas haben die Geschäftsentwicklung von Loewe im Ausland in den ersten neun Monaten 2009 erheblich belastet. Dies gilt besonders für den wichtigen Markt Spanien. Darüber hinaus verschiebt sich aufgrund der deutlich verzögerten Fertigstellung von Komponenten durch externe Kooperationspartner der ursprünglich für das dritte und vierte Quartal 2009 geplante Produktionsstart der Loewe Audio-Video-Anlage „Mediacenter“ aus heutiger Sicht auf das zweite Quartal 2010. Durch diese beiden Umstände wird sich der bisher prognostizierte Jahresumsatz 2009 um voraussichtlich rund 25 Mio. Euro auf zirka 350 Mio. Euro verringern.
Trotz der anhaltend schlechten wirtschaftlichen Situation in einigen Märkten Europas durch die weltweite Wirtschaftskrise konzentriert sich Loewe zur konsequenten Durchsetzung der Premium Strategie auch künftig auf eine preisstabile Vermarktung seiner hochwertigen Home Entertainment Systeme und rechnet für das Geschäftsjahr 2009 mit einem EBIT in Höhe von zirka 12 Mio. Euro. Zudem ist Loewe mit seiner soliden Kapitalstruktur und den langfristig abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarungen für die Zukunft sehr gut aufgestellt.