Mehr als nur Zahlen.

Investor Relations bei Loewe.

10 Jahre Loewe an der Börse – eine

Dekade mit Höhen und Tiefen

Kronach, 06. Juli 2009. Vor zehn Jahren, am 7. Juli 1999, erfolgte die Börseneinführung der Loewe Aktie im amtlichen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse zum Emissionspreis von 18 Euro. Dabei wurde das gesamte Grundkapital in Höhe von 7.075.000 Euro zum Handel an der Börse zugelassen.

Über die Motivation und Notwendigkeit dieser entscheidenden Weichenstellung für Loewe schreibt der damalige Vorstandsvorsitzende und heutige Vorsitzende des Aufsichtsrats der Loewe AG, Dr. Rainer Hecker, im Geschäftsbericht 1999: „Der Mittelzufluss von 70 Mio. DM ermöglicht die Finanzierung von geplanten Geschäftsausweitungen und Entwicklungen im Bereich Multimedia sowie die weitere Optimierung der Fertigung. Denn Internet und Fernsehen wachsen immer mehr zusammen. Digitales Fernsehen erschließt ganz neue Möglichkeiten. Heim-Vernetzung und die Konvergenz der Medien stellen Unterhaltung, Information und Kommunikation im privaten Haushalt auf eine völlig neue Basis. Diese Entwicklungen eröffnen Loewe für die Zukunft große Chancen.“

Viele der beschriebenen Chancen konnte Loewe in den vergangenen zehn Jahren gut nutzen. Das Unternehmen zählt heute zu den führenden Premiummarken für Home Entertainment Systeme in Europa. Auf dem Weg zur Marktführerschaft im Premiumsegment galt es aber auch, etliche Herausforderungen zu meistern, insbesondere den Technologiewandel von Bildröhrengeräten hin zu Flat-TVs in den Jahren 2003/2004. Hier die wichtigsten Meilensteine der letzten zehn Börsenjahre der Loewe AG:

7. Juli 1999: 7.075.000 Stückaktien der Loewe AG werden an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Börsenhandel mit amtlicher Notierung zugelassen.

29. Juni 2000: Über 300 Aktionäre der Loewe AG treffen sich im Münchner Arabella Sheraton Hotel zur ersten Hauptversammlung. Bis Ende August 2000 steigt der Kurs der Loewe Aktie auf das bisherige Allzeithoch von 39,75 Euro.

Kurseinbruch der Loewe Aktie auf ein Niveau von 20 Euro infolge der Ereignisse des 11. September 2001. Zum Jahresende wird die Loewe Aktie dennoch in den Auswahlindex MDAX aufgenommen.

Nach einer stabilen Kursentwicklung im ersten Halbjahr 2002, erfolgt im Sog der instabilen Kapitalmärkte - auch hervorgerufen durch das Platzen der Spekulationsblase um den „Neuen Markt“ - Anfang 2003 ein weiterer, deutlicher Kursrückgang auf 9 Euro.

2003/2004: Loewe durchläuft den tiefgreifendsten Strukturwandel in der über 80-jährigen Unternehmensgeschichte. Vor allem das veränderte Käuferverhalten im Premiumsegment, ausgelöst durch den Technologiewandel vom Bildröhren-Fernsehgerät zum Flachdisplay-TV, macht Loewe schwer zu schaffen. Das spiegelt auch der Aktienkurs wider – der historische Tiefststand von 4 Euro ist im Sommer 2004 erreicht. Die Loewe Aktie scheidet aus dem SDAX aus.

2004/2005: Licht am Ende des Tunnels - das früh eingeleitete Restrukturierungsprogramm „Taurus“ zeigt erste Wirkung. Rückenwind für den eingeleiteten Turnaround erhält Loewe durch die erweiterte Partnerschaft mit Sharp. Über zwei Kapitalerhöhungen zeichnet Sharp insgesamt 3 Mio. Loewe Aktien und erhöht seinen Anteil am Unternehmen Anfang 2005 auf 28,8 %.

Oktober 2005: Loewe führt erneut eine Kapitalerhöhung erfolgreich durch und platziert 2.601.846 neue Stückaktien. Der Mittelzufluss von rund 25 Mio. Euro verbessert die Kapitalstruktur von Loewe grundlegend und soll zur Finanzierung des für die nächsten Jahre geplanten Wachstums eingesetzt werden. Der Kapitalmarkt fasst wieder Vertrauen, der Kurs steigt bis Ende 2005 auf 12,50 Euro.

2006/2007: Der Turnaround ist erfolgreich abgeschlossen, Loewe entwickelt sich weiter positiv und wächst profitabel. Das Unternehmen ist auf gutem Weg, mit seinen attraktiven und individuellen Heimkino-Lösungen die führende Premiummarke in Europa zu werden. Loewe übertrifft regelmäßig die Ergebnis-Erwartungen des Kapitalmarktes und führt sehr erfolgreich Roadshows an den wichtigsten Finanzplätzen in Europa durch. Ende Juni 2007 beteiligt sich der langfristig orientierte Londoner Finanzinvestor EQMC Fonds mit 10,1 % des Aktienkapitals an Loewe. Der Kurs steigt bis zum Jahresultimo 2007 auf ein Niveau von knapp 16 Euro.

Während Loewe das beste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte erzielt, steht das Börsenjahr 2008 unter einem denkbar schlechten Stern. Auslöser ist die US-Immobilienkrise, deren Forderungen aus Immobilienkrediten bereits seit 2007 die Bankbilanzen belasten. Die Immobilienblase dehnt sich zunehmend aus und mündet Ende 2008 in der aktuellen Finanzmarktkrise mit den bekannt dramatischen Folgen für die reale Weltwirtschaft. Auch die Loewe Aktie kann sich diesem negativen Umfeld nicht entziehen. Sie verliert bis zum Jahresende 45 % an Wert und notiert bei 8,60 Euro. Trotz des deutlichen Kursrückgangs erweist sich der Titel gegenüber vielen SDAX-Werten als relativ robust und wird mit Wirkung zum 22. Dezember 2008 wieder in den deutschen Auswahlindex SDAX aufgenommen.

Heute, im elften Jahr der Börsennotierung, ist die Aktionärsstruktur der Loewe AG durch einen Free-Float-Anteil von 55,8 % des Aktienkapitals gekennzeichnet. Die Sharp Corporation hält seit der letzten Kapitalerhöhung im Jahr 2005 weiterhin 28,8 %, die Organe, das Management und Familien insgesamt 15,4 % der Aktien. Für Oliver Seidl, Finanzvorstand der Loewe AG, ist vor allem die stabile und breite Aktionärsstruktur ein wichtiger Erfolgsfaktor: „Insbesondere die stabile Beteiligung der Organe, des Managements und Familien schafft bei Investoren Vertrauen und hat uns durch die Höhen und Tiefen der letzten zehn Jahre getragen.“

Bildtext:
Die Loewe Vorstände beim Börsengang 1999 von links Klaus Deisler, Gerhard Schaas, Dr. Rainer Hecker, Prof. Eberhard Scheffler, der damalige Aufsichtsratsvorsitzende und Dr. Burkhard Bamberger.

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